Der Verband der Musik- und Kunstschulen Brandenburg realisiert mit vier Kunstschulen ein Fotoprojekt.

Die Macher sind Kinder und Jugendliche, die ihre Flucht bis nach Brandenburg geführt hat.

Mit ansässigen Jugendlichen waren sie auf Fototour und zeigten sich Eindrücke ihres (neuen) Lebensumfeldes.

Wie erleben die Jugendlichen, die bei uns ankommen, das fremde Land, das so anders ist als ihre Heimat, von der ihnen nichts als eine Erinnerung geblieben ist? Die Ausstellung setzt der Medienbilderflut die persönliche Bildsprache derjeniger entgegen, über deren Zukunft auf den politischen Weltbühnen täglich entschieden wird.

 

Dozent*innen aus Offener Kunstverein Potsdam e.V :  Angélique Préau und Jalal Mando

 

Vernissage: 24.10.2016, 18 Uhr, Wissenschaftsetage im Bildungsforum Potsdam, 4. Stock

Öffnungszeiten: 20.10.-26.11.2016, Mo-Fr 10:00-18:00 Uhr | Sa 10:00-14:00 Uhr

 

Das Projekt wird unterstützt durch das Förderprogramm „Kulturprojekte zur Integration und Partizipation von Geflüchteten im Land Brandenburg“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und die Wilhelm-von-Türk-Stiftung.

 

 

Unsere Bericht das Fotoworkshop SEE YOU!

 

Es war für uns alle ein sehr bereicherndes Erlebnis. Jalal und ich haben ein umfassendes Programm ausgearbeitet. Wir haben uns viel mit Wahrnehmung und Perspektivenwechsel beschäftigt, aber auch gemeinsam viele Theaterübungen gemacht.

Die Jugendlichen waren sehr schnell zu begeistern, haben jeden Tag eine Menge zu Fototechnik und Focussierung gelernt und sind dann mit den Kameras in Teams losgezogen.

Wir waren anschließend immer sehr überrascht von den Fotos, die entstanden sind. Über die gemeinsame Arbeit haben sich alle sehr schnell kennengelernt.

Sie haben es genossen, die Teams zu wechseln, damit sich alle einmal begegnen konnten. Alle waren sehr dankbar, sich kennenzulernen, mit der Fotografie etwas Neues zu entdecken – und wünschen sich jetzt einen nächsten Fotoworkshop oder ein Theaterworkshop mit uns!

 

 

Die Journalistin Lisa Mahlke von MOZ für das Fotoaustellung SEEYOU!.

 

 

"Lea Rothaug aus Potsdam fotografierte schon vor dem Projekt gern. Ihr mache es Spaß, "Augenblicke einzufangen", erzählt sie. Nur die gute Kamera fehlte immer. "Es war spannend, mit Leuten aus anderen Ländern und Kulturen Kontakt zu knüpfen", sagt sie. Auch über das Projekt hinaus stehe sie mit den anderen Teilnehmern noch in Verbindung. So wie die 15-Jährige haben auch Ali Abo Baker und Abdalrahman Yousef über den Offenen Kunstverein Potsdam an dem Projekt teilgenommen. Die beiden 18 Jahre alten Syrer finden, dass sie jetzt mit einem anderen Blick durch die Straßen gehen. Deutsch Lernen mache in so einem Rahmen auch mehr Spaß. "Es war total schön mit den deutschen Jugendlichen zu arbeiten. Ich habe gelernt, dass man die vielen Seiten der gleichen Landschaft mit einer anderen Methode oder einem anderen System beim Fotografieren kennenlernen kann", beschreibt Abdalrahman Yousef seine Eindrücke vom Projekt. Einfach "zusammen quatschen" habe ihm allerdings auch gefallen.

 

Angélique Préau und Jalal Mando vom Offenen Kunstverein leiteten einige der Jugendlichen in Potsdam an. "Sie sollten nicht überall Fotos machen, ohne zu überlegen", erklärt Angélique Préau, "sondern sich fragen: Was will ich zeigen?" Dabei spielten sie mit Licht, Farben, Fokus und Perspektive. "Ihr müsst keine Kunstwerke machen", beruhigten die Französin und der Syrer ihre Gruppe. Doch ein Blick auf die Bilder verrät: In kurzer Zeit haben die Nachwuchsfotografen einiges gelernt."